Armbrustschützen-Korps

Die Anfänge des Thuner Armbrustschützenkorps reichen bis ins Jahr 1532 zurück. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts schloss sich dieses dem Kadettenkorps an.

Heute können Knaben und Mädchen der obersten zwei Jahrgänge mit einer Armbrust auf eine Scheibe in 33 Meter Entfernung schiessen. Die Thuner Kadetten haben am Eingang zur Stadt Thun, beim Berntor, ein eigenes Schützenhaus. Dieses stammt aus dem Jahr 1583. Früher flog der Pfeil über den Stadtgraben in eine Lehmscheibe. Diese wird auch Täntsch genannt. Heute schiessen die Knaben und Mädchen über eine stark befahrene Umfahrungsstrasse auf Plastilinscheiben.

Der grosse Auftritt der Armbrustschützen kommt im Herbst am Ausschiesset. Da gilt es, auf das Bild des Tyrannen Gessler zu schiessen. Dieses vom Thuner Künstler und ehemaligen Kadetten Stefan Giger gemalte Bild zeigt Gessler hoch zu Ross. Auf seiner Brust ist eine weisse Medaille aufgemalt. Diese gilt es zu treffen. Sieger wird, wer die Medaille trifft oder dessen Pfeil ihr am nächsten kommt. Nebst dem begehrten Lorbeerkranz erhält der Gesslerschütze auch das äusserst wertvolle Bild.

Die Gesslerschützen seit 1977

Das Armbrustschiessen der Kadetten hat also eine lange Tradition. Etwas Vergleichbares gibt es – ausser in Murten – nirgends sonst auf der Welt.